Wein und Essen

Charcuterie & Aperitif
Alle stehen noch, das Plättli geht herum, und Blätterteiggebäck und Dips folgen. Beim Apéro trifft der Wein auf ein Dutzend fettige und salzige Happen hintereinander. Er braucht vor allem Frische.

Desserts
Schokolade, Panettone, Kürbiskuchen. Zucker verändert alles, und genau hier greift man oft zur falschen Flasche. So wird der letzte Gang so gut wie der erste.

Fisch
Fisch kommt als Filet aus der Pfanne, aus dem Ofen wie eine Forelle oder in der Sauce, wenn er aus dem See stammt. Zubereitung und Sauce bestimmen den Wein, viel mehr als die Fischart. Manchmal passt sogar ein leichter Rotwein besser als ein Weisser.

Geflügel & Ente
Ein Poulet am Sonntag, eine Entenbrust für besondere Anlässe, ein Perlhuhn zur Abwechslung. Weisses Fleisch, das sich oft wie rotes verhält, und der Wein zieht mit.

Käse & Fondue
Käse kommt im Winter als Fondue, mit Freunden als Raclette oder zum Schluss als Platte auf den Tisch. Fett und Salz verlangen nach Säure, darum ist der Griff zum Rotwein oft der falsche. Ein frischer Weisswein passt fast immer besser.

Küchen der Welt
Pizza, Butter Chicken oder Pad Thai essen wir fast jede Woche. Diese Gerichte bringen oft Schärfe, Süsse und Fett auf einmal, und ein kräftiger Rotwein facht das Feuer nur an. Den Wein wählst du deshalb nach dem Gefühl im Mund, nicht nach dem Land.

Lamm
Lamm kommt als Gigot in den Ofen, als Koteletts auf den Grill oder als Ragout stundenlang in den Topf. Sein typischer Geschmack sitzt im Fett und nicht im Fleisch, und genau das entscheidet über den Wein. Jedes Gericht bekommt seine eigene Antwort.

Meeresfrüchte
Austern gibt es an Weihnachten, eine Platte am Sonntagmittag, und manchmal hat man einfach Lust auf Meer. Hier hat der Wein nur eine Aufgabe, das Jod nicht zu überdecken. Holz und Süsse haben dabei nichts verloren.

Pasta & Reis
Pasta und Reis landen mit Tomatensauce, als cremiges Kürbisrisotto oder einfach mit Butter auf dem Teller. Nicht die Pasta bestimmt den Wein, sondern was darauf liegt. Die Säure der Tomate und das Fett der Butter verlangen nicht dieselbe Flasche.

Rind
Rind gibt es roh als Tatar, kurz gebraten als Entrecôte oder stundenlang geschmort als Bourguignon. Über den Wein entscheidet dabei die Zubereitung, nicht das Stück. Je länger es schmort, desto mehr Tannin darf der Rotwein haben.

Schwein
Ein Sauerkraut, ein Papet Vaudois, ein Sonntagsbraten. Schwein ist fett und salzig, und das ändert alles beim Wein. Das sind die Flaschen, die mithalten.

Vegetarische Gerichte
Ohne Fleisch stehen eine Pilzschnitte, eine Kürbissuppe oder ein Gemüsegratin im Mittelpunkt. Dann entscheidet die Textur über den Wein, nicht das Tannin. Nur Pilze verlangen wirklich nach einem Rotwein, und der kommt kühl auf den Tisch.

Wild (Jagd)
Wild kommt im Herbst als Rehpfeffer, Hirschentrecôte oder Wildschweinragout auf den Tisch, mit Spätzli, Rotkohl und Preiselbeeren daneben. Das Fleisch ist mager und kräftig im Geschmack, und auf dem Teller liegt fast immer etwas Süsses. Jedes Gericht bekommt seine eigene Antwort.
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