ArneisDer kleine Frechdachs aus dem Piemont, der endlich aus dem Schatten tritt
Arneis – der Name bedeutet "kleiner Frechdachs" im piemontesischen Dialekt, und das beschreibt diese Rebsorte ziemlich treffend. Lange Zeit wurde sie hauptsächlich als Begleitpflanze zwischen Nebbiolo-Reben angebaut, um Vögel von den wertvolleren roten Trauben abzulenken. Eine ziemlich undankbare Rolle für so eine charakterstarke Traube!
Ihre Heimat liegt in den Roero-Hügeln des Piemonte, nördlich von Alba. In den 1970er Jahren stand die Sorte kurz vor dem Aussterben, bis eine Handvoll engagierter Winzer sie wiederbelebten. Heute erlebt Arneis eine echte Renaissance und wird nicht nur im Piemont, sondern auch in Ligurien, Kalifornien und Australien angebaut.
Was Arneis besonders macht? Sie vereint erfrischende Säure mit einer cremigen Textur und floralen Noten – eine seltene Kombination, die sie zu einer spannenden Alternative zu Chardonnay macht, ohne dabei schwer oder holzlastig zu wirken.
Wie erkennt man diese Rebsorte?
Arneis verführt dich mit einem Bouquet aus weißen Blüten, Aprikosen und Birnen, ergänzt durch Noten von Mandeln und frischen Kräutern. Am Gaumen zeigt sich eine elegante Balance: nicht zu leicht, nicht zu schwer – genau richtig. Die mittlere Körperfülle wird von einer knackigen Säure getragen, während die Textur angenehm cremig bleibt. Manchmal schleichen sich auch mineralische Noten und ein Hauch von Bittermandel ins Finish – das verleiht dem Wein zusätzliche Komplexität.
Beim Essen ist Arneis ein echter Teamplayer: Er harmoniert wunderbar mit Meeresfrüchten, gegrilltem Fisch, Risotto und Pasta mit cremigen Saucen. Auch zu weißem Spargel, Ziegenkäse oder Vitello tonnato macht er eine hervorragende Figur. Ein Geheimtipp für alle, die Weißweine mit Charakter suchen!
Die Produktion von Arneis weltweit
Hier findest du die Liste der 1 grössten Produzenten von Arneis.
ItalienPiémont
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Rebsorten-Steckbrief
Herkunft
Italien
