Léon MillotDie robuste Hybride für kühle Klimazonen mit würzigem Charakter
Léon Millot ist eine französische Rotweintraube, die 1911 von den Züchtern Kuhlmann und Oberlin durch die Kreuzung von Millardet et Grasset 101-14 O.P. und Goldriesling entwickelt wurde. Benannt nach einem französischen Winzer, war diese Hybridrebe ursprünglich dazu gedacht, den Weinbau in kälteren Regionen zu ermöglichen und gleichzeitig Resistenz gegen Reblaus und Pilzkrankheiten zu bieten.
Heute findet man Léon Millot vor allem in kühlen Weinbaugebieten wie dem Elsass, der Schweiz, England und sogar in Kanada. Die Traube reift früh und bringt tiefdunkle Weine mit mittlerem Körper hervor. Trotz ihres Hybridstatus – sie vereint europäische Vitis vinifera mit amerikanischen Wildreben – hat sie eine treue Anhängerschaft unter Winzern gefunden, die nachhaltig und ohne intensive Pflanzenschutzmittel arbeiten möchten.
Wie erkennt man diese Rebsorte?
Léon Millot-Weine präsentieren sich in einem intensiven Purpur bis Granatrot. In der Nase erwarten dich würzige Aromen von schwarzen Johannisbeeren, Brombeeren und Kirschen, oft begleitet von erdigen Noten, Pfeffer und einem Hauch von Kräutern. Am Gaumen zeigt sich die Traube mit moderaten Tanninen, lebendiger Säure und fruchtigen Geschmacksnoten, die an rote Waldbeeren erinnern.
Dank ihrer würzigen Charakteristik passt Léon Millot hervorragend zu rustikaler Küche: Denk an Wildgerichte, geschmortes Rind, deftige Eintöpfe oder würzigen Käse. Die Weine sind meist jung zu trinken und überzeugen mit ihrer unkomplizierten, authentischen Art – perfekt für gemütliche Abende ohne Schnickschnack.
Rebsorten-Steckbrief
Herkunft
Frankreich