Welcher Wein passt zu Blätterteigstangen mit Pesto?

Die ersten Gäste stehen schon mit dem Glas in der Hand, und die Stangen kommen warm aus dem Ofen.
Blätterteigstangen mit Pesto

Blätterteig besteht vor allem aus Luft und Butter. Er zerbricht knusprig zwischen den Zähnen, dann übernimmt das Fett den Mund. Das Pesto obendrauf bringt Olivenöl, geröstete Pinienkerne, rohen Knoblauch, Basilikum und reichlich Parmesan. Salz, Fett und ein kräftiges Kräuteraroma treffen also auf ein sehr leichtes Gebäck.

Ein Wein muss hier zwei Dinge gleichzeitig schaffen. Er braucht Säure, um das Öl und die Butter zu durchschneiden, sonst wird jeder Schluck schwer. Und er darf dem Basilikum nicht mit Holz oder Tanninen widersprechen, sonst kämpfen Kräuter und Wein gegeneinander statt sich zu ergänzen.

Bei einem Apéro kommt oft eine ganze Reihe an Häppchen auf den Tisch, und die Gäste trinken nicht alle dasselbe Glas. Deshalb lohnt es sich, von einem salzig-frischen Weissen bis zum Champagner zu denken, statt sich auf eine einzige Antwort festzulegen.

Die perfekte WahlDer spanische Weisse, der das Basilikum mitspielen lässt

Albariño aus Rías Baixas wächst nah am Atlantik, und das schmeckst du. Die Säure ist frisch, fast salzig, mit Noten von Zitrusschale und ein wenig Kräutern, die genau in die Richtung von Basilikum zeigen. Kein Holz stört hier die Show, der Wein bleibt klar und geradlinig.

Genau das braucht die Stange mit Pesto. Das Olivenöl und die Pinienkerne bekommen Gegenwind durch die Säure, während die grünen, leicht pfeffrigen Töne im Wein den Knoblauch und das Basilikum aufnehmen statt sie zu übertönen. Der Abgang ist salzig genug, um mit dem Parmesan mitzuhalten, ohne dass du das Gefühl hast, zwei Dinge gleichzeitig zu schmecken.

Ebenfalls sehr gutDie leichtere, einheimische Antwort

Wo der Albariño mit Konzentration arbeitet, setzt der Chasselas de Satigny auf Leichtigkeit. Er kommt aus Genf, ist kaum merklich prickelnd und hat wenig Alkohol, dafür viel Trinkfluss.

Das macht ihn zum perfekten Gegenspieler für die Butter im Blätterteig. Nach jedem Bissen wischt er den Gaumen praktisch sauber, sodass die nächste Stange wieder frisch schmeckt. Wer den spanischen Wein als zu konzentriert empfindet oder einfach lieber etwas Lokales im Glas hat, findet hier eine ruhigere, diskretere Variante, die genauso gut funktioniert, nur mit weniger Nachdruck.

Ebenfalls sehr gutEine spielerische Abwechslung in Rosé

Manchmal will man einfach kein Weiss mehr im Glas, und dafür gibt es La Dépendance. Der Rosé aus der Provence riecht nach Pfirsich und Blüten, ist trocken, aber mit einer sanften Fruchtigkeit, die nichts mit Süsse zu tun hat.

Diese Frucht ist ein hübscher Kontrast zum grünen, kräuterigen Pesto, und die milde Säure reicht aus, um Parmesan und Pinienkerne nicht zu schwer wirken zu lassen. Es ist keine ernstere Wahl als die beiden Weissen, einfach eine andere Stimmung im Glas, näher am Apéro auf der Terrasse als am durchdachten Foodpairing.

Ebenfalls sehr gutFür alle, die etwas mehr Körper wollen

Der Pinot Gris aus Neuenburg ist runder als alles bisher Genannte. Er zeigt reifes Steinobst, vor allem Aprikose, und eine Textur, die fast ölig wirkt.

Das klingt riskant neben einem ölhaltigen Pesto, funktioniert aber genau deshalb. Die Fülle des Weins nimmt das Öl auf, statt dagegen anzukämpfen, und wer während des Apéros lieber zu einem gehaltvolleren Glas greift als zu einem knackigen, findet hier eine Option, die trotzdem nicht plump wirkt. Er ist die Wahl für den Gast, der beim leichten Häppchen trotzdem nach Substanz im Glas sucht.

Wenn du richtig auftischen willstWenn aus dem Apéro ein kleines Fest wird

Ein Champagner zu Blätterteigstangen ist kein Muss, aber ein schönes Zugeständnis an den Moment. Der Taittinger Brut Réserve in dieser limitierten Edition bringt feine, anhaltende Perlage und eine knackige Frische, die durch das Olivenöl schneidet, als wäre es Wasser.

Die Salzigkeit des Parmesans trifft dabei auf die leicht brioche-artigen Töne des Champagners, und plötzlich schmeckt ein einfaches Apéro-Häppchen nach einem kleinen Ereignis. Du brauchst diesen Wein nicht, um die Pesto-Stangen zu geniessen, aber wenn Gäste kommen, für die du dir extra Mühe gibst, ist das die Flasche, die das zeigt, ohne dass du ein Wort darüber verlieren musst.

Wir hoffen, du hast in unserer Auswahl die passende Flasche zu deinen Blätterteigstangen mit Pesto gefunden. Solche Häppchen gehören auf den Tisch, wenn Freunde kurz vor dem Essen noch stehen und plaudern, ein Glas in der Hand, bevor überhaupt jemand ans Sitzen denkt. Genau in diesem Moment, zwischen Tür und Angel, lohnt sich der Griff zu einer guten Flasche. Zeig uns auf Social Media, für welchen Wein du dich entschieden hast, und markiere uns dabei.

Häufige Fragen

Passt zu Pesto eher Weiss- oder Rotwein?

Weisswein ist fast immer die bessere Wahl. Rotwein bringt Tannine mit, die zusammen mit dem Olivenöl und dem Basilikum bitter und metallisch wirken können. Ein frischer, unkomplizierter Weisser wie ein Albariño oder Chasselas holt dagegen die Kräuter und den Parmesan viel besser ab.

Welche Rebsorte passt am besten zu Basilikum-Pesto?

Rebsorten mit viel Säure und wenig oder keinem Holzausbau funktionieren am besten, etwa Albariño, Chasselas oder Sauvignon Blanc. Sie bringen genug Frische mit, um das Öl zu durchschneiden, ohne die grünen, kräuterigen Aromen im Pesto zu überdecken.

Wie geht man mit dem Knoblauch und dem Öl im Pesto um?

Beides ruft nach Säure, nicht nach Kraft. Ein Wein mit viel Alkohol oder viel Holz verstärkt das ölige Gefühl im Mund nur noch, während ein knackiger, mineralischer Weisser das Öl regelrecht abwäscht und den Knoblauch nicht dominant wirken lässt.

Passt Schaumwein oder Champagner zu Blätterteigstangen mit Pesto?

Ja, und zwar sehr gut. Die Kohlensäure wirkt wie ein zusätzlicher Frischeschub gegen das Fett im Blätterteig, und die Salzigkeit von Parmesan und Champagner ergänzen sich. Für ein normales Apéro reicht ein einfacher Weisswein, für einen besonderen Anlass lohnt sich die Flasche mit Bläschen.

Was serviere ich, wenn ein Gast lieber Rosé oder Rotwein trinkt?

Ein trockener, fruchtbetonter Rosé aus der Provence ist ein guter Kompromiss, er bringt genug Frische mit, ohne komplett aus dem Rahmen zu fallen. Von einem schweren Rotwein würde ich bei diesem Gericht eher abraten, dafür ist das Pesto zu grün und zu ölig.

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